New York, New York – Eine Stadt der Superlative!

„Meine Damen und Herren, bitte bringen Sie Ihre Sitze wieder in eine aufrechte Position und klappen Sie die Tische hoch. FotoStuss-Air befindet sich im Landeanflug auf New York!“ So oder so ähnlich hat es sich angehört (oder angefühlt) als wir zu einem weiteren Highlight auf der Suche nach Fotomotiven aufgebrochen sind. Für viele sind es Fotomotive á la Carte, man kann sich allerdings auch am gigantischen Buffet mit unterschiedlichen, exotischen und immer wieder frischen Motiven wiederfinden.

Angekommen

Es ist die Welt zwischen Glamour und Fall, Hektik und Entspannung, Business und Freizeit. Es sind einfach diese krassen Gegensätze die diese Stadt so interessant machen. Da New York schon immer ein reizvolles Ziel war, ging es Anfang Februar einmal über den Teich, wo wir nach gut 7:40 Stunden und kurz vor Sonnenuntergang gelandet sind. Es ist bereits diese New York-Romantik, welche einem am Flughafen erwartet. Auf dem Weg zur Einreisekontrolle kann man bereits einen ersten Blick auf die Stadt erhaschen und man fühlt sich wirklich ein bisschen zurückversetzt, wo die Menschen gekommen sind, um genau an diesem Ort ein neues Leben aufzubauen.

Im Landeanflug auf den Flughafen John F. Kennedy | Foto: Greifenberg

 

Auf Reiseflughöhe | Foto: Greifenberg

An- und Abreise vom und nach JFK sind übrigens problemlos, allerdings sollte man auf die Beschilderungen achten. Kleiner Tipp: Wer z.B. mit 3-5 Personen reist, sollte sich in jedem Fall das 10er-Ticket für den AirTrain kaufen, da dieses übertragbar ist und mit 28 Dollar billiger ausfällt als Einzeltickets. Der AirTrain verbindet den Flughafen mit der Subway-Station. Das AirTrain-Ticket gibt‘s jeweils nur an der Übergangsstation von AirTrain zur Subway. Bei der Einreise also erst fahren, dann zahlen, bei der Ausreise umgekehrt. Je nach Zielort in Manhattan fährt man ca. 45 Minuten in die Stadt. An den Subway-Stationen gibt es übrigens kostenloses WLAN. 😉

Herzlich Willkommen in Manhattan

Einer Subway-Station in Manhattan dem Underground entsteigen um erstmalig auf die Straße zu kommen, hat seinen eigenen Moment – es ist wie in einem Film. Überall passiert etwas um einen herum. Egal, ob es nur ein kleines Designerlädchen neben einem ist, ein schwarzer Fensterputzer der Subway gegenüber oder mal wieder das typisch ohrenbetäubende Heulen einer im Einsatz befindlichen Polizeistreife… Es sind die ganz vielen kleinen Dinge, die das ganz ganz große Ganze ausmachen.

Wann ist man in New York angekommen? Man muss sich natürlich erstmal an die Stadt gewöhnen, und das ist nicht mit irgendeiner Metropole in Deutschland vergleichbar. Es passiert hier an jeder Ecke einfach zu viel. Man ist jedoch definitiv angekommen wenn man den Rhythmus gefunden hat, mit welchem man das Ticket der Subway durch die Eingangsschranken ziehen muss.

Man muss einfach den Rhythmus finden.

Einfach in den Big Red Bus und Vollschub?

Zeitlich kann man für New York mindestens 3-4 Tage netto vor Ort empfehlen. Es gibt hier einfach viel zu viel zu sehen und vor allem auch zu viel zu probieren – sei es kulinarisch oder touristisch. In nahezu allen Hauptstädten und an touristischen Zielen gibt es mittlerweile diese roten Busse für Stadtrundfahrten. Prinzipiell keine verkehrte Sache, jedoch lohnt es sich in New York meiner Meinung nach nicht. Geht zu Fuß oder nehmt die Subway. Nein, die Stadt hat mich nicht auf links gedreht, denn das Ganze aus folgendem Grund: die Wege sind im Zielgebiet letztendlich nicht allzu groß, jedoch sollte man sich natürlich für den nächsten Tag jeweils andere Zielgebiete wählen. Weiterhin gibt es viel zu viel zu entdecken, was zu Fuß deutlich ergiebiger ist. Außerdem ist in den Straßen so viel Verkehr, dass es keinen Spaß macht sich auf vier Rädern vorzubewegen.

Welche Sehenswürdigkeiten muss ich mitnehmen?

Die Frage welche Sehenswürdigkeiten man abklappern sollte, hängt immer davon ab, welche Interessen oder Vorlieben man selber hat. Nach der Erfahrung unserer Sightseeingtour lege ich mich mal auf die folgenden fest:

9/11 Memorial Museum: sollte auf jeden Fall auf die To-Do-Liste und ist sehr interessant. Man sollte dafür min. 2-3 Stunden einplanen. Vorher oder im kostenlosen WLAN-Netz die App herunterladen, um diese als Audioguide zu benutzen (Kopfhörer nicht vergessen).

Viele Angehörige hinterlassen Blumen und Andenken am Ground Zero. | Foto: Greifenberg

Brooklyn Bridge: Die Brücke gehört einfach zu New York, so wie das Brandenburger Tor zu Berlin. Man sollte allerdings ruhig ein bisschen weiter über die Brücke gehen, da es dort nicht mehr so voll und überlaufen ist wie anfangs der Brücke.

Die Brooklyn Bridge ist eine legendäre Brücke!

Central Park: Hier findet man Entspannung und Ruhe pur, kann der Großstadt entfliehen. Es ist die grüne Lunge New Yorks und lädt zum Verweilen ein.

Empire State Buildung: Das Ami-Gebäude schlechthin und meiner Meinung nach auch das schönste (ich ich sehe es ähnlich wie Ted Mosby aus How I Met Your Mother). Es ist zu jeder Tageszeit schön, jedoch vielleicht eher für tagsüber empfehlenswert.

Hier ist man wirklich über den Dächern von New York. Blick vom Empire State Building. | Foto: Greifenberg

Flatiron Building: ein sehenswertes und schönes Gebäude und vor allem tolles Fotomotiv.

Grand Central Station: kostet nix, ist wunderschön anzusehen und fesselnd unterhaltsam dem wuseligen Treiben zuzusehen.

Im Inneren der Grand Central Station

One World Trade Center: ist bei unserem Aufenthalt nicht besucht worden, jedoch sehr touristisch aufgebaut. Zum Fotografieren übrigens auch nur bedingt zu empfehlen, da es auf der Aussichtsebene nur Glasscheiben gibt, in welcher gerade bei Sonnenuntergang die Sonne viele Spiegelungen bereithält. Von außen ist das Gebäude sehr reizvoll.

Roosevelt Island: Wer schon immer einmal mit einer Seilbahn über New York schweben möchte, kann dies nach Roosevelt Island tun. Ein schönes Fleckchen auf dem man in Ruhe spazieren gehen kann.

Mit der Seilbahn über den East River nach Roosevelt Island. | Foto: Greifenberg

Freiheitsstatue / Staten Island Ferry: Wer nicht unbedingt dem Erlebnis frönen möchte der Freiheitsstatue zu Füßen zu liegen, der sollte besser die Alternative wählen und mit der Staten Island Ferry nach Staten Island fahren. Die kostenlose Fahrt führt recht nah an der Freiheitsstatue vorbei. Auf Staten Island nimmt man einfach die nächste Fähre zurück. Auf der Hinfahrt ist man übrigens ein wenig näher dran als auf der Rückfahrt.

Times Square: definitiv ein Pflichtbesuch. Hier tobt das Leben, hier treffen alle möglichen Menschen aufeinander, hier sprudelt das Leben. Die hellen Leuchtreklamen am Times Square kann man selbst noch viele Blocks weiter erkennen.

Am Times Square ist immer etwas los, besonders am Abend.

Top of the Rock: Neben dem Empire State Building eine sehr gute Wahl, da es hier nicht so eng und auch nicht so überlaufen ist. Ebenso hat man von Rockefeller Center aus einen wunderschönen Blick auf Midtown und Downtown Manhattan mit dem Empire State Building und dem One World Trade Center.

Auf der Aussichtsplattform des Top of the Rock.

Natürlich gibt es unzählige weitere Sehenswürdigkeiten wie etwa China Town, High Line oder auch noch viele Museen. Man könnte damit Bücher füllen, jedoch sollte jeder selber seine Prioritäten dabei festlegen und Tickets für Sehenswürdigkeiten schon von Deutschland aus über das Internet buchen.

Das kulinarische New York

Nicht nur San Francisco kann an dieser Stelle punkten sondern auch New York. Hier ist es ein wenig experimenteller und man findet schneller außergewöhnliche bzw. komplett neu erfundene Dinge. Hier schlägt der Trend zu und wird in die Welt katapultiert. Zu unserem Besuch im Februar konnten wir genau diesen einen Trend mitmachen, in einem äußerst kleinen und unscheinbaren Laden südlich des Washington Square Park. Augenscheinlich eher eine Eisdiele an welcher Menschen Schlange stehen. Wir standen gut 35 Minuten in besagter Schlange und als Lohn gab es am Ende rohen und verzehrbaren Kuchenteig. Die Portion schlägt nicht nur auf den Magen (man sollte nicht den Fehler begehen, und das Verhältnis Eiskugeln in Kuchenteigkugel umrechnen!) sondern auch auf den Geldbeutel. Sechs Kugeln Kuchenteig und einem Cookie standen 35 Dollar auf der Kreditkarte gegenüber. Aber was soll es, man lebt ja nur einmal!

Sieht ein bisschen wie Eis aus, ist aber roher Kuchenteig. | Foto: Greifenberg

Wer es ein bisschen deftiger und fettiger mag sollte in jeden Fall eine Filiale von Shake Shack aufsuchen. Hier gibt es sensationelle Burger! Ganz besonders möchte ich den Double SmokeShack® an dieser Stelle hervorheben. Das kleine Dingen kratzt locker an der 1.000-Kalorien-Grenze, macht es aber mit Saftigkeit wieder wett.

Saftig, saftiger, Shake Shack! | Foto: Greifenberg

Wer danach noch etwas Platz hat und Lust auf Nachtisch hat, dem sollte Eataly unweit des Flatiron Building in der 23rd Street den letzten Freiraum füllen. Hier gibt es eine kleine Nutelleria, also Nutella auf so vielfältigen Desserts und in allen möglichen Aggregatzuständen. Wie wäre es mit einem Crêpes?

Crepes mit Nutella bei Eataly | Foto: Greifenberg

Für die Kurzentschlossenen und Öffnungszeitunabhängigen gibt es da noch einen Cupcake-Automaten in der 780 Lexington Ave zwischen 60th und 61th Street. Hier isst das Auge definitiv mit, obwohl es nicht von Nöten ist, da diese auch mit verbundenen Augen ziemlich lecker sind. P.S. schräg gegenüber vom Automaten ist doch eine „Candy World“, wo diverse Süßigkeiten auf einen neuen Besitzer warten.

Der Cupcake-Automat hat es in sich… | Foto: Greifenberg

 

…und spuckt wunderschöne und leckere Törtchen aus! | Foto: Greifenberg

Nicht empfehlen kann man Hot Dogs von einem dieser Verkaufswagen, welche sich an jeder Ecke befinden. In diesem Fall sollte man besser auf zuhause warten und ein weitaus köstlicheres Hot Dog bei Ikea essen.

Unter Hot Dogs stellt man sich doch etwas anderes vor. | Foto: Greifenberg

Wohin kann ich meine Frau zum Shoppen schicken?

Klamotten kaufen ist wahrscheinlich mit eine der nächsten Ambitionen eines New York Besuches. Grundsätzlich kann man sagen, dass es an jeder Ecke diverse Läden und Ketten gibt, in denen man shoppen kann. Die Preisspanne reicht von-bis. Zwischen World Trade Center und Wall Street gibt es zum einen die Westfield Shopping Mall, welche sich im Oculus befindet. Zum anderen gibt es auch Century 21, was in etwa einem kleinen Outlet nahe kommt. Ansonsten gibt es noch eine 5th Avenue, auf der es auch bezahlbare Läden gibt. Besuchen sollte man auch Tiffanys. Auch „Normalos“ wie wir haben dort Zutritt und können sich nach dem passenden Geschmeide umsehen. Auch für den schmalen Geldbeutel findet sich dort was. Grundsätzlich gilt natürlich, dass nicht überall etwas für jeden dabei ist.

Century 21 unweit des Ground Zero | Foto: Greifenberg

 

Aber auch extravagante Mode gehört zu New York. | Foto: Greifenberg

Fotografisch

Nun mal vom touristischen zum fotografischen Bereich. Jeder mit einer Kamera samt zugehöriger Wechselobjektiven stellt sich vor Reiseantritt die Frage: Was nehme ich alles mit? Grundsätzlich hängt es natürlich davon ab, was man vor Ort machen möchte. Auf eine Safari nimmt man eher ein Teleobjektiv mit, bei einer Reise zu den Nordlichtern wahrscheinlich eher Weitwinkelobjektive. Für New York hatten wir ein Reisezoom (18-105 mm), eine 35 mm Festbrennweite, ein Weitwinkelobjektiv mit 10-20 mm sowie ein 8 mm Fisheye. Am häufigsten waren Objektive mit 35 mm oder weniger auf der Nikon. Man stelle sich mitten in einem Hochhausdschungel vor, weshalb eine längere Brennweite hier nicht zu empfehlen ist. Unsere Empfehlung vor Ort nicht nur die Fotos zu machen, welche es schon zahlreich gibt, sondern mal was ausprobieren und riskieren. Den einen Tag vielleicht nur die Festbrennweite draufschrauben und den Rest im Hotelsafe lassen. Ein neuer Tag, ein anderes Objektiv. Das hilft zum einen seinen Blick zu schärfen und ist zum anderen sehr komfortabel zu transportieren. Bilder am Times Square sind übrigens ziemlich ISO-freundlich. 😉

Das Fisheye war dann doch öfters in Gebrauch. Hier die Dachkonstruktion des Oculus am One World Trade Center.

 

Weitwinkel gibt den Ton an, alleine aufgrund der hohen Gebäude.

Abschließende Worte

An dieser Stelle möchte ich noch einmal diesen einzigartigen Charme von New York hervorheben. Im Grunde ist diese Stadt tatsächlich wie das Lied „New York, New York“ von Frank Sinatra. Es ist dort verrückt, voller Halli Galli, aber dennoch elegant. Man sollte allerdings das Wetter nicht unterschätzen. Gerade in den Wintermonaten spürt man, dass es doch auch eine Küstenstadt ist. Wer bei Facebook ist, der sollte sich definitiv die Seite „Mein Trip nach New York“ auf seine Gefällt-mir-Liste setzen. Hier gibt es regelmäßig zahlreiche neue Informationen und to-do’s für New York. Vielleicht sieht man sich ja mal demnächst in New York.

Hier seht Ihr noch weitere Eindrücke aus New York:

Die Feuerwehr sieht man des öfteren hier.

 

Die Flagge der USA am Times Square.

 

Sehr oft präsent ist auch das One Wold Trade Center.

 

Das Flatiron Building.

 

Die berühmten Ferngläser, hier auf dem Empire State Building.

 

Alle möchten ein Foto der Freiheitsstatue haben.

 

Das Symbol der Freiheit!

 

In der Grand Central Station lohnt sich ein Blick nach oben!

 

Die Grand Central Station von innen.

 

Taxi!

 

Blick von der Brooklyn Bridge auf Manhattan.

 

Der Times Square zwischen Hektik und Impression.

 

Blick von der Staten Island Ferry auf die Südspitze Manhattans.